Konzept Soziales Lernen

Konzept zum Sozialen Lernen

Das vollständige Konzept zum Sozialen Lernen finden Sie unter folgendem Link im Schulprogramm: Schulprogramm 

Hier finden Sie eine gekürzte aber alle Informationen enthaltende, lesefreundliche Version des Konzeptes zum Sozialen Lernen

Oktober 2017

Evaluation August 2022

Erweiterung September 2023

1. Konzept-Bausteine

Klasse 1

  • Verstärkung positiven Verhaltens: Stufensystem & Stern, „Tootle-Ticket“, „Geheimes Kind“

  • Projekttage: „STOPP – Wir brauchen keine Gewalt!“

  • Gesundheitsförderung/Prävention: Klasse 2000 (ab 2. Halbjahr)

  • Klassenpatenschaften

Klasse 2

  • Verstärkung positiven Verhaltens (Stufensystem & Stern, „Tootle-Ticket“, „Geheimes Kind“)

  • Projekttage „STOPP – Wir brauchen keine Gewalt!“

  • Klasse 2000

  • Klassengemeinschaftstage „SPUNKK“ (Kooperation Jugendzentrum Riff, Jugendamt Löhne)

Klasse 3

  • Verstärkung positiven Verhaltens (wie oben)

  • Projekttage „STOPP – Wir brauchen keine Gewalt!“

  • Klasse 2000

  • Pausenhelfer:innen

Klasse 4

  • Projekttage „STOPP – Wir brauchen keine Gewalt!“

  • Verstärkung positiven Verhaltens (Stufensystem & Stern, „Tootle-Ticket“, „Geheimes Kind“)

  • Klasse 2000

  • Klassenpatenschaften

  • Pausenspielzeugverleih

Klassenübergreifend (Kurzbeschreibungen s. Konzepte)

  • Generationenprojekt mit dem Eduard-Kuhlo-Heim

  • Kinderbeteiligung (Schülerparlament …)

  • Sonnen-Heft

  • Sozialkompetenztraining bei Bedarf: Bärenstarke Gruppe, Giraffen-Gruppe

1.1 Verstärkung positiven Verhaltens: Stufensystem, Stern, Sonnen-Heft

Stufensystem (klassenweise Auswahl & Anpassung)

Ampelsystem

  • Start täglich grün; Regelverstoß → gelb (Chance zur Korrektur), erneuter Verstoß → rot.

  • Belohnung für Kinder, die im grün/gelb bleiben (z. B. Smiley, Hausaufgabengutschein, Muggelstein).

  • Bei rot: „Mach-es-besser-Zettel“ + Mach-es-besser-Pause (1. große Pause), Reflexion, Unterschrift Kind & Eltern, Ablage bei KL; ggf. zusätzlicher Aufgaben-Zettel.

Sonne-Wolken-System

  • Start auf Sonne mit Wolke; Positives → Sonne (Eintrag in Sonnen-Liste → Belohnung bei voller Spalte), Negatives → Regenwolke (Wiederhocharbeiten möglich), Blitz → Mach-es-besser-Pause.

  • Harter Regelverstoß → sofort Blitz.

Konsequenzkaskade (bei ausbleibender Änderung)

  • rot/BlitzElterngespräch + Reflexionsstunde (Fr.)

  • Wiederholt rot/BlitzEltern-Lehrer-Kind-Gespräch

  • Noch immer keine Änderung → Elterngespräch mit SL

Klammersystem

  • Täglich 3 Klammern am Tischnamensschild; Regelverstoß → 1 Klammer abgeben; dokumentiert und in Intervallen belohnt.

Wirkung

  • Ruhigeres Arbeits- und Sozialverhalten, klare Routinen auch für Fachlehrkräfte, Ziel: dauerhafte Verhaltensänderung & Regelverständnis.

Der Stern

  • Sichtbare positive Verstärkung: Name auf dem Klassen-Stern bei besonderer Leistung (fachlich, sozial, kreativ). Vorbildfunktion für alle.

Tootle-Ticket

  • Kinder „erwischen“ gute Taten anderer, schreiben Tickets; wöchentliche Würdigung durch Lehrkraft.

  • Bei Zielzahl → Klassenbelohnung. Literatur: „Einfach nett“ (Konzept „nett sein“ sichtbar machen).

Geheimes Kind

  • Lehrkraft wählt geheimes Kind; erfüllt es die Aufgabe, erhält die ganze Klasse z. B. einen Diamanten; bei Sammel-Ziel → Belohnung (z. B. Hausaufgabenfrei).

  • Misslingt’s, bleibt es geheimkein Bloßstellen.

Sonnen-Heft

  • Individuelles Fördertool statt Stufensystem: unmittelbare Rückmeldung, kleinschrittige Ziele und Absprachen, konsequent ressourcenorientiert.

1.2 Projekttage „STOPP – Wir brauchen keine Gewalt!“

  • Zwei-Jahres-Rhythmus, jahrgangsangemessene Umsetzung.

  • Ziele: Konfliktkompetenz, Handlungssicherheit im Alltag.

  • Module:

    1. Umgang mit Gefühlen · 2) Umgang mit Provokationen ·

    2. Drohende Konflikte stoppen · 4) Miteinander reden

1.3 Programm Klasse 2000 (Gesundheitsförderung & Prävention)

  • Klasse 1–4, mit KLARO, praxisnah und aktiv; Umsetzung an der GS Gohfeld im Sachunterricht.

  • Einsätze Gesundheitsförderin: Jg. 2–4 je 3×/Jahr, Jg. 1 2×/Jahr.

  • Schwerpunkte:

    • Kl. 1 (ab 2. Hj.): Wir sind freundlich · Wir verstehen uns · Wir helfen uns · Gesprächsregeln

    • Kl. 2: Entspannung/Anspannung · Gefühle erkennen/handhaben

    • Kl. 3: Umgang mit Wut · Gewaltfrei lösen · Kooperation/Teamarbeit

    • Kl. 4: Suchtprävention · Freundschaft

  • Finanziert durch Lions-Club.

  • Quelle: http://www.klasse2000.de/das-programm/gesundheitsfoerderung-und-praevention

1.4 Klassenpatenschaften

  • Ab 1. Schulwoche: Pat:innen aus Klasse 4 für alle Schulanfänger:innen.

  • Tischsets als Einschulungsgeschenk; Begleitung (Haus/Regeln/Frühstück/Spiel) besonders in der Eingewöhnungsphase.

  • Ziele: Verantwortung der Älteren stärken, schnellere Orientierung der Jüngeren.

1.5 Klassengemeinschaftstage „SPUNKK“

(Kooperation Jugendzentrum Riff, Jugendamt Löhne; Leitung: Schulsozialarbeit)

  • 3 Unterrichtstage, außer Haus, 2 Hauptamtliche des Jugendamts; KL beobachtend.

  • Ziele: Soziales Lernen, Stärken erkennen, Team- & Kooperationsfähigkeit, angemessene Kommunikation, Konfliktkompetenz, Klassenklima.

  • Themen: Kennenlernen · Sensibilisierung · Vertrauen · Selbsterfahrung · Gruppenstärke · Ärger/Wut · Geschlechterrollen · Klassenklima · Gruppendynamik · Kommunikation

  • Quelle: Konzept Klassengemeinschaftstage (Jugendarbeit Stadt Löhne)

1.6 Pausenspielzeug-Verleih

Organisation

  • Seit Frühjahr 2017: Ausleihe in jeder 1. großen Pause; Finanzierung über Sponsorenlauf & Spenden.

  • Lager: Garage auf dem Schulhof (schneller Zugriff, gute Aufsicht).

Pädagogische Ziele

  • Soziale Kompetenzen in Partner-/Gruppenspielen, Regeln einhalten, Konflikte lösen

  • Verantwortung, Selbstständigkeit, sorgsamer Umgang mit Material

  • Eigentum achten, Ordnung in der Garage

  • Bewegung & Motorik, Wahrnehmungsförderung, neue Spiele kennenlernen

  • Konfliktprävention durch Aktivität

  • Kinderbeteiligung: Wünsche abgefragt & umgesetzt; Würdigung im Zeugnis (Bemerkungen)

Ansprechpartnerin: Julia Götze, Lehrerin

1.7 Pausenhelfer:innen

  • Seit April 2018: Bewerbung Jg. 3, freiwillig, Einsatz 2×/Woche nach Plan; Ausbildung im Sachunterricht durch verantwortliche Lehrkraft (mit Leitfaden); Elterneinverständnis erforderlich.

  • Aufgaben: Unterstützung Aufsicht · Hilfe bei kleinen Verletzungen · Trösten bei Streit · Unterstützung Erstklässler · Schaukel-Regel · Eingangs-Aufsicht · Karussell-Regel; bei größeren Konflikten → Lehrkraft informieren.

  • Sichtbarkeit: Signalwesten. Würdigung im Zeugnis (Bemerkungen).

  • Ansprechpartnerin: Silke Möllenberg-Stachorra, Lehrerin

2. Sozial-emotionales Kompetenztraining

  • Ergänzt das Schul-Sozialkonzept; baut auf die Verstärkersysteme aus 1.1 auf.

  • 2 Nachmittage/Woche, je zwei Kleingruppen; Teilnahme nach Einladung & verbindlicher Anmeldung; Elternarbeit integraler Bestandteil.

  • Gemeinsame Ziele:

    • Soziale, emotionale & sozial-kognitive Kompetenzen

    • Selbstwert, Selbstbewusstsein, Selbstakzeptanz

    • Stärken erkennen, Selbst-/Fremdwahrnehmung

    • Lösungsstrategien in herausfordernden Situationen

    • Emotionsregulation & Impulskontrolle

2.1 Bärenstarke Gruppe

  • Stufenweise Arbeit an konkreten Fähigkeiten/Verhaltensweisen.

  • Grundlagen: „Bärenstarke Gedanken“ (Affirmationskarten) & Ben Furmann: „Ich schaff’s“.

  • Eigene Ziele setzen, wöchentlich bearbeiten; Unterstützung durch Gruppe, Leitung, Eltern.

  • Konsequente Ressourcenorientierung, Fokus auf Fortschritt; strukturierte Einheiten.

  • Zielgruppe: Kinder mit geringem Selbstvertrauen.

  • Elterneinbindung: Inhalte gemeinsam thematisieren/üben (Arbeitsblätter, Gespräche).

2.2 Giraffen-Gruppe

  • Ansatz: „Magic Circle“ – Kreisgespräch zu Alltagsthemen, klare Struktur:
    Thema benennen → jede:r sagt etwas → Widerspiegeln (ohne Bewertung) → Zusammenfassung durch Leitung.

  • Förderschwerpunkte:

    • Wahrnehmung/Empfindung/Sensibilisierung (Gefühle wahrnehmen, aktives Zuhören, Toleranz)

    • Persönliche Kompetenzen (Fähigkeiten einschätzen/erweitern, positive Fehlerkultur)

    • Soziale Kompetenz (Wirkung des Verhaltens, Verantwortung, Umgang mit Angst/Frust)

  • Abschlussreflexion mit Eltern, KL & Gruppenleitung.

  • Verantwortlich: Klassenlehrer:innen · Frau Kowoll (MTP) · Frau Kara (Schulsozialarbeit)

3. Klassen- und Schulregeln

  • Schulregeln (s. S. 16) hängen in A3 in jedem Klassenraum; mit Kindern besprochen und unterschrieben.

  • Klassenregeln gemeinsam erarbeitet (Schrift & Piktogramm, „Unsere Klassenregeln“, Verlag an der Ruhr), danach von Kindern unterschrieben.

Klassenregeln (Grundsatzkatalog)

  1. Ich höre zu, wenn jemand spricht.

  2. Ich melde mich, wenn ich etwas sagen möchte.

  3. Ich arbeite leise, ohne meinen Nachbarn zu stören.

  4. Ich habe meine Materialien dabei.

  5. Ich erledige meine Hausaufgaben.

  6. Ich lache niemanden aus.

  7. Ich nehme nichts, was anderen gehört.

Hier fühlen wir uns wohl! 

Die Schaubilder und Dokumente finden Sie im Schulprogramm zum download, siehe oben.